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Das Ghymes-Ensemble, das aus in der Slowakei lebenden Ungarn zusammengesetzt ist, entstand im Jahr 1984 an der Pädagogischen Hochschule in Nitra (Neutra) aus Musikern, die sich zuvor der Rockmusik, der Klassischen Musik bzw. der Renaissancemusik gewidmet hatten. Die vergangenen Jahre stellten für sie eine Zeit "reinigenden Feuers" dar, in der sie langsam folkloristische Elemente und eigene schöpferische Vorstellungen miteinander verbanden. So wurde der ganz eigene Stil der Musik von GHYMES geboren. Die Rhythmen wurden noch fesselnder, härter, und zu den ursprünglichen folkloristischen Instrumenten (Geige, Bratsche, Zimbel, Dudelsack, Kontrabass, Laute, Koboz (der Laute verwandt), Tökcitera (Kürbiszither), Tárogató (Schnabelflöte) kamen Saxofon und Schlagzeug hinzu, Improvisationen wurden geschaffen, und ohne es zu merken oder dieses bewusst zu verfolgen, fanden sie sich in der Kategorie der sogenannten WORLD MUSIC wieder.
Mit ihren Wurzeln schöpft die Musik von GHYMES aus der ungarischen, aber auch aus anderer mittel- und osteuropäischer Folklore. Ihre ars poetica besteht in der Universalität der Musik. Ihre Musik sucht das, worin Menschen einander ähnlich sind, was sie verbindet, und nicht das, was sie voneinander unterscheidet. Solche Ähnlichkeit trafen sie bislang auch immer an, sooft sie auftraten. Als ein Beispiel dafür mag die ähnlich warmherzige und liebevolle Aufnahme gelten, die sie von Menschen aus ganz verschiedenen Lebensbezügen und Kulturen erfahren haben (so unter anderem in Japan, im Irak, in Jordanien, in Finnland, den Vereinigten Staaten von Amerika und in Kanada). Das Ensemble ist davon überzeugt, dass die Kraft und der Zauber, die der lebendigen Musik in dem Moment, in dem sie erklingt, innewohnen, selbst die Grundvoraussetzung und den Unterpfand des Erfolges schaffen. Vom GHYMES-Ensemble erbaten und bekamen verschiedene Schauspielhäuser die Musik zu Inszenierungen, so das Budapester Volkstheater ("Der Schirm des Heiligen Petrus", 1996), das Freilichttheater in Komárom ("Unsere Leben", 1995) und das Wuppertaler Tanztheater Pina Bausch (2000).
Im Jahr 2000 stellte sich das GHYMES-Ensemble neben mehreren Dutzend Konzerten bei zwei sehr bedeutenden Veranstaltungen vor: am Ungarischen Tag der EXPO-Weltausstellung in Hannover und in Budapest bei der Zentralveranstaltung am 20. August (auf dem Budapester Batthiány-Platz im Anschluss an das Feuerwerk).
Die Aufnahme des Ensembles mit dem Titel "Smaragdváros" (Smaragdstadt), herausgegeben von EMI, erschien in Ungarn im November 2000. In der Europäischen Weltmusik-Rangliste (World Music Charts Europe) erreichte sie im März 2001 den hervorragenden elften Platz.
Im Dezember des gleichen Jahres erschien Tamás Szarkas (Textdichter des Ensembles) Gedichtband unter dem Titel "VÁVÁVÁ", herausgegeben vom Szellemkép kiadó (Geistesbild-Verlag).
Im Jahr 2001 wurde das GHYMES-Ensemble mit dem Ungarischen Kunstpreis und dem von Miklós Vámos begründeten Don Quijote-Preis ausgezeichnet.
Im Jahr 2002 gewann das Ensemble den eMeRTonPreis des ungarischen Rundfunks in der Kategorie der außerhalb der Grenzen Ungarns beheimateten ungarischen Ensembles. Das im Jahr 2001 neu aufgelegte "Üzenet"- Album ("Nachricht"-Album) wurde Gewinner der "Goldenen Giraffe" des MAHASZ, des ungarischen Verbandes der Tonträgerverlage, in der Kategorie "Beste/r in Ungarn beheimatete/r Jazz/Welt-Musik".
Ebenfalls in diesem Jahr erreichten die CDs "Rege" (Sage), "Smaragdváros" (Smaragdstadt) und "A nagy mesealbum" (Das große Märchenalbum) die Platin-, die CDs "Bennünk van a kutyavér" (Wir hecken immer etwas aus) sowie "Tűzugrás" (Feuersprung) die Goldauszeichnung. Das Album "Bennünk van a kutyavér" (Wir hecken immer etwas aus), das in erster Linie für Kinder geschaffen wurde, wurde 1999 vom Bildungsministerium zum Lehrhilfsmittel erklärt.
Das achte GHYMES-Album mit dem Titel "Héjavarázs" (Habichtzauber) erschien im November 2002, herausgegeben von EMI. Die CD "Héjavarázs" (Habichtzauber) wurde in nur drei Monaten zur Platin-CD und gewann im Jahr 2003 auch die "Goldene Giraffe"des MAHASZ (Verband der ungarischen Musikverleger) in der Kategorie "Jazz-/Worldmusik-Alben".
Im März 2003 ist im Di-Color-Studio-Verlag das Buch mit dem Titel "GHYMES" erschienen, das über die achtzehnjährige Laufbahn des Ensembles berichtet.
Nyitott Európáért-díj (Preis für das Offene Europa) 1999
Magyar Művészetért (Preis der Ungarischen Künste) 2001
Don Quijote-díj (Don Quijote-Preis) 2001
Arany Zsiráf ("Goldene Giraffe"-Auszeichnung) 2002, 2003
eMeRTon-díj (eMeRTon-Preis) 2002
Artisjus-díj (Artisjus-Preis) (2005)
Fonogram-díj (MAHASZ-Fonogram-Preis) (2005)
Bartók Béla-emlékdíj (Béla Bartók-Preis) (2006)
Pro Renovanda Cultura Hungariae - Kemény Zsigmond díj (Zsigmond-Kemény-Preis) (2008)
Magyar Örökség-díj (2008)
Deutschland: 1987, 1995, 1996, 1997, 2000, 2001, 2002, 2004, 2005, 2006
Belgien: 2000
Estland: 1999, 2001
Finnland: 1993, 1995, 1999
Frankreich: 1987-2003 jährlich
Griechenland: 1988
Holland: 2000
Italien: 1987, 1994, 1995, 1996, 1998, 1999, 2005
Irak: 1988, 1994
Japan: 1993
Jordanien: 1988
Kanada: 1994
Lettland: 2004
Österreich: 1987, 1996, 1999, 2000
Polen: 1999, 2000, 2001, 2002, 2008
Portugal: 1994, 1998
Rumänien: 1999, 2002, 2005, 2005, 2007, 2008, 2009, 2011
Schweiz: 1986, 1990
Serbien und Montenegro: 2004, 2007
Slowenien: 1999, 2004
Spanien: 1989, 1994, 1998, 2003, 2004
Tschechien: 1996, 1997, 1999, 2000, 2001, 2002, 2004, 2009
Ukraine: 2009
Vereinigtes Königreich: 2004
Vereinigte Staaten von Amerika: 1994, 1996
Theatermusik:
Komáromi Szabadtéri Színház: Életeink (Freilichtbühne Komárom: Unsere Leben) (1995)
Budapesti Nemzeti Színház: Szent Péter esernyője (Budapester Nationaltheater: Der Regenschirm des St.Petrus) (1996)
Experidance: Ezeregyév (Experidance: Eintausendundein Jahr) (1997)
Tancztheater Wuppertal - Pina Bausch (2000)
Pozsonyi nová scéna: A cigánytábor az égbe megy (Neue Bühne Pozsony: Das Zigeunerlager fährt zum Himmel) (2001)
Komáromi Jókai Színház: Vérnász (2006)
Filmmusik:
Üvegtigris 2 (Flaschentiger) (2006)
Kis, karácsonyi ének (Kleines Weihnachtslied) (1994)
Mégis azonról (Dennoch von jenem) (1995)
Soha (Niemals) (1995)
Rege (Sage) (1998)
Tánc a hóban (Tanz im Schnee) (1998)
Jézus ágyán (Auf Jesu Bett) (1998)
Új esztendő (Neues Jahr) (1998)
Szárnyaskezű szeretők (Liebende mit Flügelhänden) (2001)
Altató (Wiegenlied) (2001)
Egyszer egy királyfi (Es war einmal ein Königssohn) (2001)
Kézfogás (2007)
Wichtigere Fernsehaufnahmen:
Folk est: Ghymes I-II. (Folk-Abend: Ghymes I-II) - Konzertfilm; Duna TV, 1993, 52'
Születésnap - 10 éves a Ghymes együttes I-II. (Geburtstag - 10 Jahre Ghymes-Ensemble I-II) - Konzertfilm; Pozsony [Preßburg]; Duna TV, 1994, 53'
Muzsika-szó ("Die Musik spricht") - Musikalisches Gespräch; Duna TV, 1998, 40'
Fehér éjszakák - A Vents d'Est a Francia Intézetben (Weiße Nächte - Der "Ostwind" im Französischen Institut) - Report; Duna TV, 1999, 20'
Tánc a hóban (Tanz im Schnee) - Portraitfilm; Duna TV, 2000, 35'
Ghymes - Konzertfilm; Fonó Budai Zeneház; Duna TV, Oktober 2000, 78'
Világzene (Weltmusik) - Report; Duna TV, April 2001, 60'
Magyar kortárs zenei almanach - Ghymes (Almanach der zeitgenössischen ungarischen Musik - Ghymes) - Konzertfilm; Szentendre; A-Produktion, 2001, 98'
Ghymes - Portraitfilm; Duna TV, 2005, 29'
Rivalda - Musikalisches Gespräch; Duna TV, 2006, 75'
Ghymes - Konzertfilm; Szikince-Ghymes-festival; Duna TV, 2007, 68'
Benyovszky - Internationales Musik-Tanz-Theater; Szeged; Duna TV, 2008, 111'
A 25 év - Konzertfilm; Papp László Budapest Sportaréna; Magyar Televízió, 2009, 90'